Uruguay reisen mit dem Hund und dem Haustier – Hundereisen so einfach

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Wenn es Tiere in einem Land gut haben, dann sicherlich in Uruguay. Das hat zwei Gründe, die allerdings auch etwas paradox auf den ersten Blick erscheinen. Zum einen liebt der Uruguayer seine Viecher, und zum anderen kann er zum größten Teil nicht damit umgehen. Das bedeutet für Hunde, Katzen und ähnliches Getier so ziemlich die maximale Freiheit, außer das Herrchen oder Frauchen wohnt in Montevideo oder einer anderen größeren Stadt. Doch selbst dann, wird in den Randbezirken den Tieren möglichst viel Auslauf gelassen.

Hundereisen nach Uruguay – so einfach

Das macht der Uruguayer aber nicht, um dem Tier viel Freiheit zu geben, sondern deshalb, weil er sich nicht darum kümmern will. Dies führt dann soweit, dass ganze Hundebanden in den Balnearios frei unterwegs durch die Gegend streunen. Sie streunen allerdings meist nur in einem bestimmten Block herum, denn bei einem Herrchen oder Frauchen werden sie regelmäßig versorgt. Es bildet sich eine sogenannte Symbiose. Der eine profitiert wie im Sinne des Clownfischs und der Anemone von dem anderen. Der Hund bietet Schutz, kostet aber ansonsten außer Futterabfall nichts.
In der Regel allerdings müssen Hunde angemeldet sein und müssen eine Marke tragen. Doch wo ist das mit Ausnahme in den Stadtzentren der Fall? Nirgends. Bemerkenswert ist außerdem, dass die freilebenden Hunde überaus resistent gegen Flöhe, Läuse und andere Tierkrankheiten sind. Diese benötigten im Gegensatz zu den Rassetieren kein teures Flohschutzmittel.

Ein interessanter Beitrag zum Thema Streuner und Strassenköter in der Tageszeitung Die Zeit – Frei Schnauze

Bordeaux Dogge in Uruguay
Bordeaux Dogge in Uruguay

Der uruguayische Hund – der Cimarrón Uruguayo

Eine ganz eigene Hunderasse hat sich aus diesem seltsamen Verhalten der Einheimischen entwickelt. Die Spanier brachten einst ihre Hunde zu Zeiten der Kolonisation mit. Diese vermischten sich dann nicht nur mit einheimischen Rassen, viele verwilderten und wurden zuerst zu einem Problem für Schaf- und Rinderbarone. Manche der Grund- und Rinderzüchter erkannten aber auch die Vorteile dieser Hunde und sorgten für sie. Der Cimarrón Uruguayo ist seit dem Jahr 1989 eine vom uruguayischen Zuchtverband anerkannte Hunderasse, die dann 25 Jahre später im Jahr 2006 eine vorläufige Anerkennung durch die FCI genoss.
Das Wesen des Cimarrons ist ganz ähnlich dem vieler Straßenhunde in Uruguay. Die Hunderasse wird als gut erziehbar, ausgeglichen, unerschrocken und gegenüber Fremden misstrauisch geschildert.

El Cimarron uruguayo

Reisen mit dem Hund in Uruguay

Es gibt nahezu in keiner Hinsicht irgendeine Einschränkung was das Reisen mit Haustieren in Uruguay anbelangt. In öffentlichen Transportmitteln dürfen keine Tiere mitgeführt werden. Allerdings ist es mehr als einfach eine Ferienunterkunft oder auch eine Wohnung mit Hund in Uruguay zu mieten. Die meisten Hausbesitzer haben selbst Tiere. Das gleiche gilt für Katzen, Schlangen, Spinnen und andere Tiere. Selbst Pferde werden im Garten gehalten.
Wie es mit der Einfuhr eines Hundes oder Haustieres nach Uruguay aussieht, steht im Originalartikel hier  – eine Übersetzung findet sich http://www.uruguayinfo.com/immigration/einwandern-nach-uruguay-einreisebestimmungen-fuer-hunde-und-katzen.html
Wer mit seinem Tier einen Urlaub in Uruguay verbringen will, muss allerdings mit Einschränkungen beim Strandbesuch in der Sommerzeit rechnen – außer er entfernt sich von den Hauptstränden. Was allerdings kein Problem ist, denn einsame Strände gibt es in Hülle und Fülle. Wir helfen gern bei der Suche nach einer haustierfreundlichen und hundefreundlichen Unterkunft in Uruguay – egal wo im Land. Gönnen Sie Ihrem Liebling einmal den maximalen Auslauf.

Die Idee zu dem Artikel kam mir, nachdem ich im Fotoblog Bilderbummler auf eine Blogparade mit dem Thema: „Reisen mit Hund, dein liebstes Urlaubsziel“ gestossen bin